(EMDR) Traumatherapie

Ein Trauma ist immer eine total überfordernde Belastungs- und Ausnahmesituation.

Inzwischen wurde der Begriff und das Verständnis des Traumas wesentlich erweitert. Auch „alltäglichere“ schwer belastende Lebensereignisse können traumatisieren. Das können eine Krebserkrankung, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sein. Auch ein schwerer Unfall, der Tod eines nahen Menschen oder eine schwierige Trennung und Scheidung, sind typische Beispiele. Das Erleben fassungsloser Hilflosigkeit nach Missbrauch und Vergewaltigung oder zum Beispiel als Zuschauer eines Unglückes, kann zu einer Traumastörung führen. Ein terroristischer Angriff kann oft lebenslang traumatisieren. Zeuge eines Mordes oder gerade entkommen zu sein, ist ebenfalls psychisch total überfordernd. Dieser Mensch ist in einer Ausnahmesituation und sollte sich eine Traumatherapie begeben.

Posttraumatische Folgen: Wiederholung der Gefühle von Lebensgefahr und Todesangst.

Schwerwiegende Ausnahmestuationen sind immer von extremen Gefühlen begleitet. Opfer von Folter, Missbrauch, Flucht, Terroranschlägen, Kriegen oder von Naturkatastrophen, sind meist schwer traumatisiert. Auch Zeugen oder Opfer von Gewaltakten erleiden ein nachhaltigesTrauma. Ebenso können Überlebende von Flugzeugabstürzen, Zugentgleisungen, Schiffsunglücken oder anderen schlimmen Ereignisse, unter einer großen Traumatisierung leiden. Als posttraumatische Folgen werden ständig Gefühle der Lebensgefahr und der Todesangst wiederholt. Manchmal werden diese unerträglichen Gefühle verschoben in schwerste Symptome wie Panikattacken, Angst-und Zwangserkrankungen oder Depressionen. Derartig schwere, posttraumatischen Symptome gehören in Spezialistenhand. Infos und Hilfe bei schweren manifesten Traumatisierungen in Folge von ähnlichen, oben genannten Ereignissen, bekommen Sie in Aachen z.B. beim Euregio-Institut für Psychosomatik www.euripp.de.

Ein Trauertrauma entsteht durch eine große emotionale Verlusterfahrung.

Ich habe in meiner EMDR-Therapiearbeit mit Belastungsstörungen zu tun, welche Menschen an sich selbst und der Welt verzweifeln lassen. Das kann der Suizid eines nahen Menschen oder überhaupt der Tod eines lieben Menschen sein. Wenn ein Elternteil verstirbt oder ein schon erwachsenes Kindes durch einen Unfall, eine Erkrankung oder als Opfer eines Verbrechens verstirbt, entsteht ein großes Trauertrauma. Auch der plötzliche Kindstod im Kleinkindalter oder eine Todgeburt traumatisieren gewaltig und solten unbedingt in einer Traumatherapie behandelt werden. Auch eine Trennung und Scheidung können ein Trauertrauma auslösen. Dies sind alles Belastungsstörungen von Menschen, die an sich selbst und der Welt verzweifeln. Ein Trauertrauma entsteht durch eine große emotionale Verlusterfahrung.

Sie leiden unter emotionalen und gedanklichen Blockaden durch Verlusterfahrungen.

In meiner Arbeit als EMDR-Therapeutin kann ich Ihnen bei der Verarbeitung Ihres ganz persönlichen Traumas in einer Traumatherapie weiter helfen. Denn es geht vor allem um Ihre Verlusterfahrungen. Es geht aber auch um Ihre verdrängten, und plötzlich neu getriggerten Verlassenheitsgefühle. Weit in der Vergangenheit zurückliegende, belastende Ereignisse, können hier genauso nachhaltig unterbewusst wirken, wie solche in der jüngsten Vergangenheit. Die Verarbeitung ist wichtig, um psychische und körperliche Folgen des unverarbeiteten Traumas zu vermeiden. Hierzu ist die Traumamethode EMDR sehr gut geeignet.

Traumatherapie

Was ist eigentlich EMDR Traumatherapie?

Die psychotraumatherapeutische Methode EMDR hat sich schon seit einigen Jahren auch in meiner Praxis als hilfreich und sehr effizient gezeigt. EMDR ist ein Kürzel für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, also die „Desensibilisierung und Neuverarbeitung mit Augenbewegungen“.

EMDR regt u.a. durch Augenbewegungen an, die belastenden Gedanken oder Ereignissen zu verarbeiten. Auch in der REM-Phase im Tiefschlaf verarbeiten wir Erlebtes und zeigen dies mit unseren Augenbewegungen. EMDR gilt seit 2006 als weltweit anerkannte Methode zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen.

Mache Ordnung wo Durcheinander herrscht. Bring Gleichgewicht in die Zwietracht. In allen Schwierigkeiten
liegen immer auch Möglichkeiten.

Albert Einstein

Wie wirkt eigentlich EMDR Traumatherapie?

Es existiert eine innere und äussere Konzentration beim KlientenEMDR wirkt nachweisbar auf den neuronalen Bahnen unseres Gehirns. Beide Gehirnhälften werden durch die bilaterale Stimulation angeregt. Bilateral heisst : Der Klient folgt mit den Augen konzentriert den Handbewegungen. Sie hören also meiner Stimme zu, folgen meinen Anweissungen und gleichzeitig dem inneren Geschehen. Sie schauen vielleicht direkt in eine traumatisierende Situation hinein. Manchmal haben Sie lange nicht mehr daran gedacht. Ihre Assoziationsfähigkeit stellt nun Zusammenhänge her. Es existiert eine innere und eine äussere Konzentration.

EMDR taut eingefrorene Erinnerungen an, um sie zu verarbeiten.

Im Prinzip passiert in der EMDR-Therapie folgendes: Die Vernetzungen unserer kognitiven und emotionalen Gehirn-Kapazitäten sind bei einem Traumazustand unterbrochen. Sie sind quasi „eingefroren“! EMDR versucht nun, das Ganze etwas „anzutauen“. Das Trauma verursacht unverbundene neuronale Netzwerke. Diese sollen nun wieder zu einer ganzheitlichen Erinnerung verbunden werden. Der innere Film ist dann nicht mehr als Standbild erstarrt. EMDR taut eingefrorene Erinnerungen an um sie zu verarbeiten.

Unverarbeitete Traumata führen zu negativen inneren Haltungen und einem gestörten Selbstwertgefühl.

Wenn ein schlimmes Erlebnis nicht richtig verarbeitet wird, sind häufig lebenslange, negative Gefühle dominant. Manches Trauma wurde jedoch so stark verdrängt, dass es die Lebensqualität oberflächlich nicht einschränken muß, aber der Missbrauch bleibt eine „tickende Zeitbombe“, sehen Sie dazu auch meinen  Blog. Im Unterbewusstsein sind nach wie vor, in bestimmten Auslöser-Situationen, unsere vergangene Wut, Trauer, Ohnmacht, Hass oder auch Minderwertigkeitsgefühle lebendig. Unverarbeitete Traumata führen zu negativen inneren Haltungen und einem gestörten Selbstwertgefühl.

Ziel von EMDR ist die Neubewertung der auslösenden Traumasituation.

Bei EMDR geht es zielhaft immer um eine Neubewertung der auslösenden Trauma-Situation! Dafür muss sie verarbeitet werden. Und das geht nur, wenn sich Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein lösen lassen, um sie im Rahmen der Traumatherapie neu zu bewerten. Nun geht es also darum, meine tiefenpsychologisch- systemischen Methoden mit meiner EMDR-Arbeit zu kombinieren. Ich arbeite mit Ihnen in der Traumatherapie an Ihren meist nicht bewussten inneren Glaubenssätzen. Denn manche davon sind irrtümlich und machen Sie krank. Jeder Mensch verfügt über ein ganzes Arsenal innerer Glaubenssätze und Meinungen.

Die positive Botschaft

Die Neubewertung der auslösenden Traumasituation betrifft auch die inneren Meinungen von uns selbst und den anderen Menschen. Bisherige, negative Haltungen und Glaubenssätze sollen nun durch die EMDR-Therapie aufgelöst und durch positive ersetzt werden.

Die Prognose

Ich habe mit dem Klienten seine Stärken bzw. Ressourcen herausgefunden und ihn  so „geerdet“. Erst nach einer ausreichenden Stabilisierungsphase, die oft den größten Teil der EMDR-Arbeit einnimmt,  kann mit der eigentlichen EMDR-Traumatherapie begonnen werden.

Immer wieder auch noch für mich manchmal unfassbar ist, dass das Unterbewusstsein für meinen Klienten arbeitet. Schon nach der ersten, meistens nach zwei bis drei Sitzungen, fühlen meine Klienten, dass etwas passiert. Oft wurde lange über psychosomatische Beschwerden geklagt. Diese können als erstes etwas gelindert sein. Bereits dies kann als  eine Art wohltuende, und nicht nur körperlich empfundene „Heilung“ empfunden werden.

Mehr dazu können Sie in meinem Blog nachlesen unter die EMDR-Methode im Therapieprozess.

ERREICHBARKEIT

Ich bin per Email oder Telefon (Anrufbeantworter) erreichbar und rufe oder maile gerne zurück. Therapiezeiten werden individuell vereinbart.

E-MAIL-KONTAKT

Wenden Sie sich per E-Mail an mich:
monika.koch@therapieaachen.de
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